Kath. Hospizverein Marsberg - Tel. 0175 / 7450068

Satzung (Stand Januar 2014)
des Katholischen Hospizvereins Marsberg e. V.

Präambel

Die christliche Botschaft im Angesicht des Todes ist eine Einladung zum bewussten Leben. Bür­gerinnen und Bürger aus Marsberg und Umgebung möchten diese Botschaft durch die Gründung eines Hospizes an alle weitergeben, die sie verstehen und annehmen wollen, gleich welcher Religion, Konfession oder Weltanschauung sie sich zugehörig fühlen. Aktive Sterbehilfe und Euthanasie werden ausdrücklich abgelehnt.
 

 

§1

Name, Sitz, Geschäftsjahr

1. Der Verein führt den Namen
    „Katholischer Hospizverein Marsberg e.V.“.

2. Sitz des Vereins ist Marsberg.

3. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.



§2

Zweck des Vereins

1. Der Zweck des Vereins ist, schwerkranke und sterbende
    Menschen ambulant oder stationär zu betreuen und ihnen 
    Beistand zu leisten. 

    Der Beistand für Angehörige und Hinterbliebene ist hierbei mit
    eingeschlossen.

2. Dieser Zweck soll insbesondere durch folgende Aktivitäten
    und Mittel verwirk­licht werden:

    a) einen ambulanten Hausbetreuungsdienst,

    b) die Errichtung und den Betrieb eines stationären Hospizes,

    c) die Unterstützung und Förderung von Schmerzforschung 
        und –therapie,

    d) die Verbreitung der Hospizidee.

3. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige 
    Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke"
    der Abgabenordnung. Der Verein ist uneigennützig tätig und 
    erstrebt keine eigenwirtschaft­lichen Zwecke.



§3

Mitgliedschaft

1. Mitglied des Vereins kann jede natürliche oder juristische Person
    werden.

2. Über die Aufnahme als Mitglied entscheidet der Vorstand aufgrund
    eines Auf­nahmeersuchens. Gegen die Ablehnung steht dem
    Betroffenen das Recht zu, die Entscheidung der Mitgliederversammlung
    herbeizuführen. Ein entsprechender Antrag muss binnen eines Monats
    nach Bekanntgabe der Ablehnung beim Vor­stand eingegangen sein.

3. Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austritt oder Ausschluss.
    Der Austritt ist jederzeit mit Wirkung zum Ende des laufenden
    Geschäfts­jahres zulässig.
    Der Ausschluss eines Mitglieds ist durch Beschluss des Vorstandes
    möglich, wenn das Mitglied grob gegen die Interessen des Vereins
    oder die Grund­sätze der Hospizidee verstößt. Gegen den Beschluss
    steht dem Betroffenen das Recht zu, entspr. Ziffer 2 die Entscheidung
    der Mitgliederversammlung herbeizufüh­ren.



§4

Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:

  a) die Mitgliederversammlung,

  b) der Vorstand.



§5

Mitgliederversammlung

1. Die Mitgliederversammlung tritt einmal jährlich zu einer ordentlichen
    und bei Bedarf zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen.

2. Sie wird durch den Vorstand mit einer Frist von zwei Wochen unter
    Bekannt­­gabe der Tagesordnung schriftlich einberufen.

3. Aufgabe der Mitgliederversammlung ist die Wahl und jährliche
    Entlastung der Vorstandsmitglieder (Vorsitzende(r), Stellvertretende(r)
    Vorsitzende(r), Kassenwart, SchriftführerIn, KoordinatorIn, ein(e)
    VertreterIn aus dem Aktivkreis) , sowie die Entgegennahme des jährlich
    vom Vorstand abzuge­ benden Jahresbe­richts. Sie legt außerdem die
    Höhe des von den Mitgliedern zu zahlenden Bei­trags fest.

4. Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der
    erschienenen Mitglieder beschlussfähig. Sie entscheidet in allen Fällen
    mit einfacher Mehr­­heit, ausgenommen über die Auflösung des Vereins
    (2/3 Mehrheit).



§6

Vorstand

Der Vorstand besteht aus:

  dem(r) Vorsitzenden,

  dem(r) StellvertreterIn,

  dem Kassenwart,

  dem(r)KoordinatorIn,

  dem(r) VertreterIn aus dem Aktivkreis.

1. Zur Vertretung des Vereins sind der/die Vorsitzende und sein/seine
    StellvertreterIn befugt. Sie handeln jeweils allein.

2. Die Vorstandsmitglieder werden durch die Mitgliederversammlung
    auf die  Dauer von zwei Jahren gewählt. Wie­derwahl ist zulässig.

3. Der Vorstand beschließt über sämtliche Angelegenheiten, die nicht
    der Mitgliederversammlung vorbehalten sind. Er entscheidet mit
    einfacher Mehrheit.

4. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der
    Vorstands­­mitglieder anwesend sind.



§7

Aktivkreis

Der Aktivkreis besteht aus den Vereinsmitgliedern, die sich zur aktiven Begleitung der schwerkranken und sterbenden Mitmenschen und der Begleitung ihrer Angehörigen bereit erklärt haben.

Diese Mitglieder erfahren eine Ausbildung, die sie auf ihren ehrenamtlichen Dienst vorbereitet.

Die durchgeführten Sterbe­ und Angehörigenbegleitungen werden dokumentiert nach den Erfordernissen des §39a Abs. 2 Satz 7 SGB v.

Der Aktivkreis trifft sich in der Regel monatlich unter der Leitung der Koordinatorin/des Koordinators. Die inhaltliche Arbeit orientiert sich an den Aufgaben der Begleitung.

Für die in der Sterbebegleitung engagierten Mitarbeiter/Innen wird eine Supervision ermöglicht.



§8

Ansprechpartner-Treffen

In jedem Ortsteil soll es eine(n) AnsprechpartnerIn des Vereins geben. Diese(r) soll aus der Mitte des Aktivkreises kommen. Die Ansprechpartner dienen als Verbindungsglied zwischen den Bewohnern der einzelnen Ortsteile und dem Hospizverein.

Mindestens einmal im Jahr findet ein Treffen der Ansprechpartner der einzelnen Ortsteile statt. Aufgabe des Treffens ist es, Erfahrungen auszutauschen, Anregungen zu diskutieren und diese an die entsprechenden Organe des Vereins weiterzugeben.



§9

Auflösung des Vereins

1. Die Auflösung des Vereins erfolgt durch Beschluss der
    Mitgliederversamm­lung, die nach § 5,2 eigens dazu einzuladen ist.
    Der Beschluss bedarf einer 2/3 Mehrheit der erschienenen Mitglieder.

2. Im Falle der Auflösung des Vereins fällt das Vereinsvermögen an
    den Erz­bischöflichen Stuhl zu Paderborn, der es ausschließlich zu
    caritativen Zwecken zu verwenden hat.

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