Kath. Hospizverein Marsberg - Tel. 0175 / 7450068

Wie kann die palliative Versorgung im Raum Marsberg verbessert werden?

Unter dieser Fragestellung trafen sich auf Anregung und Initiative des Katholischen Hospizvereins Marsberg am 22.05. 2015 in der K&S-Seniorenresidenz Claudia Arzt (Leiterin des DRK-Seniorenzentrums „Haus am Bomberg“),  Eyk Schröder (Leiter des LWL-Pflegezentrums „Haus Stadtberge“), Berthold Schweinsberg, Hendrik Welteke (Leiter und Pflegedienstleitung der „K&S-Seniorenresidenz“), Heinrich Lake (Hausoberer des St.-Marien-Hospitals), Cäcilia Osthoff (Koordinatorin des „Palliativnetzwerks der Kreise Soest und HSK“), Karen Mendelin (Leiterin der Caritas-Sozialstation Brilon/Marsberg), Jochem Dahle und Andrea Giller (1. Vorsitzender und Koordinatorin des Kath. Hospizvereins Marsberg).

Jochem Dahle führte anhand der Schilderung einer Notfallsituation, die sich an einem Wochenende im März dieses Jahres ereignet hatte, in die Fragestellung ein.

Der Arbeitskreis erörterte anschließend die Möglichkeiten und Probleme bei der palliativen Versorgung im Raum Marsberg. Schwierigkeiten zeigten sich besonders im Bereich der ambulanten Pflegedienste (im Raum Marsberg verfügt keine Pflegeeinrichtung über die Lizenz zur palliativen Pflege!) und in der Kontaktaufnahme von Seiten aller Marsberger Ärzte zum Palliativ-Netzwerk.

Cäcilia Osthoff verdeutlichte noch einmal den Weg der palliativen Versorgung: Das Netzwerk wird vom Hausarzt über den Zustand des Patienten informiert, es wird ein Termin mit der Koordinatorin vereinbart und die Situation geprüft. Danach werden ein Behandlungsplan für mögliche Symptome Atemnot, Schmerzen, Angst, Unruhe, … für den Patienten erstellt und die erforderlichen Medikamente verschrieben. Der Plan beinhaltet auch die Telefonnummern des ständig erreichbaren Palliativarztes und der Koordinatorin vom Palliativ-Konsiliardienst. Für die direkte Betreuung sind weiterhin der Hausarzt und der beauftragte Pflegedienst zuständig oder das Netzwerk sichert die ärztliche, pflegerische und psychosoziale Versorgung.

Zum Abschluss des Gedankenaustauschs suchte der Arbeitskreis nach Möglichkeiten zur Verbesserung der gegenwärtigen Situation. Die Anregungen zielten auf gemeinsame Schulungen von Pflegekräften zu Pallitivfachkräften und zur Kontaktaufnahme mit den heimischen Ärzten.

Das nächste Treffen des Arbeitskreises wurde auf den 10. Juli im „Haus am Bomberg“ festgelegt.

 

 Auf dem Foto: Teilnehmer des Arbeitskreises