Kath. Hospizverein Marsberg - Tel. 0175 / 7450068

 

Aktuelles:
 

Der 2. Marsberger Hospiztag unter dem 
Motto "Durch Berg und Tal"

(Der folgende Bericht ist inhaltlich dem Artkel aus der Lokalzeitung "Diemelbote"
Nr. 21/2019 entnommen!)

Hospizverein öffnete seine "Koffer"

Wenn Sie einen allerletzten Wunsch frei hätten … was würden Sie sich wünschen? Wie sieht meine "Liste der unerledigten Dinge" aus bzw. was möchte ich in meinem Leben noch tun?
  

Was würde ich mitnehmen in meinem Koffer für die allerletzte Reise? Wie sieht mein persönliches Lebenslabyrinth aus?
  

Mit diesen Fragen wurden die Besucher des 2. Marsberger Hospiztages konfrontiert, als sie sich an den liebevoll dekorierten Tischen in der Alten Propstei umschauten.
  

Besondere CDs und Bücher, das Lieblingsessen, Lieblingskleidungsstück und die Lieblingsblume, wichtige Fotos, Postkarten und Kuscheltiere, alles sorgsam drapiert als Beispiele für persönliche "wichtige Dinge", die am Lebensende so wertvoll sein können.
  

Die Verantwortlichen des Hospizvereins haben den Raum liebevoll gestaltet und ein warmes und gemütliches Ambiente gezaubert.
  

Der 1. Vorsitzende des Katholischen Hospizvereins Marsberg, Jochem Dahle, begrüßte die Gäste. Er ging auf das Motto des Tages "Berg und Tal" ein, das Lebenserfahrungen eines jeden Einzelnen widerspiegelt. "Jeder kennt das Auf und Ab im Leben, sowohl gute als auch schlechte Zeiten. Ist man am Bergwipfel, hat man gute Gefühle, kann den Ausblick genießen, ist selbstbewusst und bekommt Lob und Anerkennung. Im Tal hingegen ist man einsam, Zweifel und Ängste quälen einen, Unerledigtes wird nicht angegangen. Vor dem Tod fürchten sich die meisten, blenden ihn aus."
  

Christopher Gilsbach in der Rolle "Heribert – der Wanderer; Geschichten vom Weg" begleitete den Tag. Er studierte klassische Pantomime und ist seit 20 Jahren in der Hospizbewegung zuhause. Unterhaltsam zeigte er, was alles in seinen Koffer für die letzte Reise hineingehört.
  

Außerdem konnte man die Gelegenheit nutzen, einmal praktische Erfahrungen mit dem Thema Krafttanken durch Klangschalen zu machen. Die Heilpraktikerin Maria Woestemeyer-Hampe besitzt langjährige Erfahrung mit Klangschalen in der Sterbebegleitung.
  

Neben der Sterbebegleitung sind beim Hospizverein durch die beiden hauptamtlichen Koordinatorinnen Laura Edel und Gabi Klose weitere Arbeitsfelder hinzugekommen. Dazu gehören beispielsweise Befähigungskurse zum Sterbebegleiter, Fortbildung der Ehrenamtlichen, das "Hospiz macht Schule"-Projekt, Kurse zum Thema Hospizarbeit, Netzwerkarbeit mit ansässigen Einrichtungen, dem Palliativ Netz, umliegenden Vereinen, Krankenkassen und Referenten.
  

Momentan gibt es, laut Laura Edel, 28 Ehrenamtliche insgesamt. Durch Berufstätigkeit, Familie und andere persönliche Verpflichtungen stehen diese allerdings längst nicht dauernd zur Verfügung. In 2018 kann der Verein auf 42 "abgeschlossene Begleitungen" zurückblicken. Aktuell werden 22 Menschen begleitet. Wer sich für die Arbeit des Hospizvereins interessiert und sich die Arbeit im Ehrenamt vorstellen kann, ist jederzeit willkommen, sich zu informieren. Informationen gibt es auf dieser Homepage, hospizmarsb@gmail.com oder bei einer der beiden Koordinatorinnen unter Tel. 0175 7450068.
  

 

 

 

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